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Zwischen Theater und Literatur Die neue Veranstaltungsreihe im Theatermuseum Düsseldorf Das Plakat zur Reihe - >
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Zum 110. Geburtstag von Gustaf Gründgens Vom Chamäleon GG Samstag, 28. November 2009, 19.30 Uhr
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Gustaf Gründgens - aus “Frau ohne Bedeutung”, 1936 (Deutsche Kinemathek Berlin)
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Gründgens ein Literat? Gar ein Dichter? Na, sagen wir mal: Gelegenheitsdichter. Ein vom Chanson, vom Boulevard angespornter Mutiger. Immerhin hat er Strophen zusammengebracht, wie diese: „Ein ausgesprochen blondes Pferd / lässt überlegen seine Äpfel fallen / und wiehert froh und unbeschwert / in interessanten Intervallen.“Grotesk Ulkiges à la Alfred Lichtenstein. Darüber hinaus gibt es vom großen GG auch allerlei couplethaft hingetuschte Reimdichoderichfressdichlyrik zum Mitsingen: „Unser stiller Charme / ist nicht für Alarm ...“ Aber auch Zeilen wie diese: „Mein wahres Ich gefiel mir nicht, / ich sah ihm lange ins Gesicht, / dann habe ich es umgedacht ...“. Ein Magier vor dem Publikum wie Gustav Gründgens war sich für keine Wirkung zu schade. Und wenn es sein musste, sang er auch Schlager: „Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da ...“ – ein Ohrwurm, den der Sänger Gründgens unausrottbar gemacht hat! – GGs Gelegenheitslyrik füllt keinen Abend, aber sie macht Vergnügen. Darum Zwischenvorhang hoch und Musik ab für ein lyrisch improvisierendes Chamäleon und, bitteschön, obendrein der Hinweis auf eingeschobene Ernsthaftigkeiten: Das Programm stellt dem Boulevardier Gründgens in Briefzitaten und Werkstatt-Texten den reflektierenden Theatermann gegenüber. (Mit Peter Welk und Georg Corman)
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Es ist der 31. Oktober 1959. Am Düsseldorfer Schauspielhaus wird Welttheatergeschichte geschrieben. Eugène Ionescos „Nashörner“ kommen unter der Regie von Karlheinz Stroux zur Uraufführung. Paris und London werden folgen. In Düsseldorf spielt Karl-Maria Schley den „letzten Individualisten“ Behringer. In Paris inszeniert und spielt Jean-Louis Barrault, in London unter der Regie von Orson Welles wird Laurence Olivièr in der Behringer-Rolle brillieren. Eugène Ionesco ist mit seiner Fabel vom Provinzler, der sich der rundum ausbrechenden Dickhäuter-Hysterie widersetzt, zur international gefeierten Leitfigur des Theaters der Avantgarde geworden. Aus heutiger Sicht: zu einem Klassiker der Moderne. Karl-Maria Schley in Düsseldorf spielte seinen Part als tragikomischen Kampf ums geistige Überleben – während auf der Hinterbühne die Nashorn-Darsteller trampelten. Zwei davon, in grünschwarze Schaumstoffpanzer gezwängt, damals noch Schauspielschüler und Gelegenheitsstatisten, Dieter Prochnow und Peter Welk, eröffnen nun zum 100. Geburtstag Eugène Ionescos die neue Reihe „Zwischenvorhang“ im Düsseldorfer Theatermuseum mit einem „Nashörner“-Abend. Die Fabel (vor der Bühnenfassung hat sie Ionesco als Kurzgeschichte veröffentlicht) wird in Ausschnitten als vergleichende szenische Lesung vorgestellt, dazwischengestreut ist Biografisches – und als fiktives Interview, aus Originaltexten zusammengebaut und den Abend kontrapunktierend, kommt in einem Frage- und Antwort-Dialog der Dramatiker und Theaterhandwerker Ionesco zu Wort.
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Er war der Allroundkomiker der Wirtschaftswunderzeit. Auf der Bühne, im Kino, im gerade erfundenen Fernsehen. Mit hohem Wiedererkennungswert. Unverwechselbar und von allen geliebt. Noch’n Gedicht – der Slogan wurde Kult. Ist es heute noch: auf der Internet-Bühne YouTube, zum Beispiel. Ungebremstes Drauflosblödeln in der Pose des Shakespeareschen Narren – das hat keiner so hingekriegt wie der „Was bin ich heute wieder für ein Schelm!“-Naive. Aber dieser Heinz Erhardt (von Hause aus gelernter Konzertpianist) war auch ein Dichter. Ein bemerkenswerter obendrein. Und wollte es selbst gar nicht wahrhaben. „O, wär ich“, schrieb er, „der Kästner Erich. Auch wär ich gern Christian Morgenstern. Und hätte ich nur einen Satz vom Ringelnatz. Doch nichts davon. Zu aller Not hab ich auch nichts von Busch und Roth. Drum bleib ich, wenn es mir auch schwer ward, nur Heinz Erhardt.“ Von wegen: nur! Dann rufen wir sie doch alle mal zusammen und wagen den Vergleich! Zwischenvorhang hoch und Auftritt: die Humoristen-Garde von Busch bis Kästner. Und mittendrin der Dichter mit dem Hornbrillenlächeln. Ein Gedichte-Festival steht auf dem Programm mit Schauspieler und Lyrikpower-Experte Peter Welk und! – der Swing gab in der Heinz-Erhardt-Zeit den heiteren Ton an – mit dem swingenden Düsseldorfer Bandleader Georg Corman am Flügel und Schlagzeuger Peter Thoms, der sich in der Helge-Schneider-Band als Pointen-Drummer einen Namen gemacht hat.
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Samstag, 7. November 2009, 19.30 Uhr
Zum 250. Geburtstag von Friedrich Schiller
Unter dem Titel „Die Schaubühne als eine moralische Anstalt betrachtet“ hielt Friedrich Schiller am 26. Juni 1784 eine Rede, in der er die Frage stellte: “Was kann eine gute stehende Schaubühne eigentlich wirken?”
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